Ein Browserfenster mit der Seite „100 % KOSTENLOSER KI-Porträt-Generator“, überlagert von einer Kaskade aus Pop-ups: E-Mail eingeben, um die Ergebnisse zu sehen; die Porträts stehen in der Warteschlange, mit einem Konto geht es schneller; weiter mit Google, Apple oder E-Mail; mindestens 6 der besten Fotos hochladen
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30 kostenlose KI-Bewerbungsfoto-Generatoren, ein Selfie: Vier haben funktioniert

Ein synthetisches Selfie, Standardeinstellungen und ein Protokoll von allem, was jedes Tool verlangte, bevor es ein Bild zeigte. Vier von 30 lieferten ein Porträt der richtigen Person ohne Konto und ohne E-Mail; eines davon ist unser eigenes. Die anderen 26 endeten an einem E-Mail-Feld, einem Login, einem Upload für sechs Fotos, einer Warteschlange, einer Pflichtauswahl zur ethnischen Herkunft – oder gaben das Bild einer fremden Person zurück.

Wer auf Englisch nach „free AI headshot generator“ sucht, bekommt auf den ersten beiden Ergebnisseiten Titel, in denen „free“ steht. Wir wollten wissen, was „kostenlos“ in der Praxis kostet: eine E-Mail-Adresse, ein Konto, mehr Fotos, Wartezeit, ein Wasserzeichen, eine geringere Auflösung oder ein Gesicht, das nicht deins ist.

Also haben wir an einem einzigen Nachmittag ein Selfie ein und derselben Person bei jedem Tool hochgeladen, das einen kostenlosen Durchlauf anbot, und jeden Bildschirm protokolliert.

Die Kurzfassung

  • Vier von 30 lieferten ein Porträt der Person auf dem Selfie, ohne Konto und ohne E-Mail: Magic Hour, VisualGPT, Pixelbin und unser eigenes Close Enough. Drei weitere gaben ein Bild zum Herunterladen aus, aber darauf war eine fremde Person (Supawork, zweimal) oder das Original-Selfie vor neuem Hintergrund (Magic Studio, AiProPortrait). Bei 17 haben wir an einer Hürde abgebrochen, die wir nicht nehmen wollten. Die restlichen sechs hatten gar keinen kostenlosen Durchlauf.
  • 14 der 30 wollten ein Konto, bevor sie irgendetwas zeigten. Bei 11 davon steht „kostenlos“ oder „ohne Anmeldung“ in der Überschrift. Zwei wollten nur eine E-Mail-Adresse. Aragon wollte eine E-Mail-Adresse, ein Konto und sechs Fotos. Drei stellten Gratis-Nutzende in eine Warteschlange: ein 14-Minuten-Timer, der nie weiterlief, eine Warteliste, die „pausiert“ sein kann, und eine Seite mit 60–90 Tagen Wartezeit.
  • Zwei Tools ändern die Zahl der Fotos, nachdem man angefangen hat. Aus „Lade ein Selfie hoch“ wird „Lade 3 Fotos hoch“. Aus „Lade dein Foto hoch“ werden „mindestens 6 deiner besten Fotos“ plus E-Mail-Adresse.
  • „Unbegrenzt“ steht auf zwei Seiten. Auf einer davon heißt es im Tool selbst „2 kostenlose Bilder täglich“.
  • Fünf Tools stehen in den Suchergebnissen für „free“ und haben keine kostenlose Stufe. Eines der fünf ist eine App-Store-Testphase, die in ein Wochenabo übergeht. Eine sechste Adresse ist ein Listicle, kein Tool.
  • Ein verschenktes Porträt kostet den Anbieter $0.003 bis $0.04 an Rechenleistung. Die Hürden sparen also keine Rechenkosten. Ein kostenloser Generator ist ein Kanal zur Kundengewinnung, und jede Hürde ist der Preis, den der Anbieter auf den Besuch setzt: nichts, eine E-Mail-Adresse oder ein Konto, oder eine Seite, die nie etwas liefern sollte.
  • Unser eigener kostenloser Generator ist einer der 30. Wir haben ihn genauso getestet und genauso bewertet wie die anderen 29.

So haben wir getestet

Die Auswahl. Die Tools auf den ersten beiden Seiten der Websuche nach „free AI headshot generator“ am 15. September 2026, dazu jedes Tool aus den zehn Artikeln der Sorte „best free AI headshot generator“, die für diese Suche ranken, ohne Dubletten. Das ergibt 29. Unser eigener kostenloser Generator macht 30 daraus.

Das Ausgangsbild. Ein Selfie einer Person, die es nicht gibt: eine synthetische Persona aus den Beispielen auf unserer Startseite, lockige Haare, Sommersprossen, ein Handyfoto im Wohnzimmer. Mit einem synthetischen Gesicht kann dieselbe Datei an 30 Firmen gehen, ohne dass jemand zustimmen muss, und jedes Tool bekommt dasselbe Bild in derselben Auflösung.

Das Ausgangs-Selfie: eine Frau Anfang dreißig mit dunklen Locken und Sommersprossen in einem rostfarbenen T-Shirt, mit dem Handy im Wohnzimmer aufgenommen, im Hintergrund ein Bücherregal und eine Topfpflanze

Das einzige Ausgangsbild. Eine synthetische Person, ein Handy-Selfie, unverändert an alle 30 Tools geschickt.

Die Regeln, festgelegt vor dem ersten Upload:

  • Überall Standardeinstellungen. Erster vorgeschlagener Stil, erster Hintergrund, kein Prompt-Tuning. Ein Durchlauf pro Tool. Einen zweiten gab es nur, wenn der erste kein Bild oder ein offensichtlich falsch beantwortetes lieferte: Supawork (unser Skript hatte den Fragebogen beim ersten Mal falsch ausgefüllt), Pixelbin, YouCam.
  • Jede Forderung protokollieren. Wir haben jeden Bildschirm zwischen Startseite und erstem Bild festgehalten und notiert, was verlangt wurde: Konto, E-Mail, Kreditkarte, mehr Fotos, ein Fragebogen, eine Warteschlange, eine App-Installation.
  • An der ersten Hürde, die wir nicht nehmen wollten, aufhören. Keine Konten, keine E-Mail-Adressen, keine Kreditkarten, keine App-Installationen. Wollte ein Tool drei, fünf oder sechs Fotos, bekam es entsprechend oft dasselbe Selfie. Nur so lassen sich 30 Tools vergleichen, ohne 29 anderen Firmen ein Postfach zu überlassen.
  • Timer beobachten. Zeigte ein Tool eine Wartezeit an, haben wir gewartet und die Seite neu geladen.
  • Ergebnis festhalten. Größe, Wasserzeichen und ob das Gesicht zur Person auf dem Selfie passt. Die Ähnlichkeit haben wir mit bloßem Auge beurteilt, nicht gemessen.

Der Aufbau. Die Durchläufe liefen automatisiert: Chromium, gesteuert über Playwright, bei 1440×900, über eine europäische IP-Adresse, mit einem frischen Profil für jedes Tool. Manche Websites behandeln automatisierte Browser anders als Menschen. Wo ein Durchlauf eher blockiert als von einer Hürde gestoppt aussah, haben wir ihn deshalb am selben Tag in einem normalen Browser von Hand wiederholt. Das betraf drei Tools. Pixelbin hatte dem Skript ein hCaptcha gezeigt; von Hand kam kein CAPTCHA, und nach etwa 40 Sekunden war ein Porträt da. YouCam hatte nach dem Upload einen 404-Fehler geliefert; von Hand ging es bis zur Auswahl der Credit-Pakete und zu einer Registrierungshürde. Der Warteschlangen-Timer von HeadshotPro hatte sich 35 Minuten lang nicht bewegt; von Hand bewegte er sich auch nicht. Die Übersicht zeigt für alle drei das Ergebnis des Durchlaufs von Hand. Unser eigenes Tool haben wir ebenfalls von Hand getestet, auf der Live-Seite, mit einer zweiten Aufnahme desselben synthetischen Selfies aus derselben Session. Alle Durchläufe fanden zwischen 14:00 und 15:30 UTC statt.

Version 1.0, 15. September 2026. Wir haben die Ergebnisse vor der Veröffentlichung nicht an die Firmen geschickt. Jede Zeile zeigt eine öffentliche Seite so, wie sie an diesem Nachmittag bei einem gewöhnlichen Besuch aussah. Hält ein Anbieter eine Zeile für falsch, genügt eine E-Mail an support@closeenough.ai. Wir testen den Funnel dann erneut und ergänzen die Zeile mit einem datierten Hinweis. Die Rohdaten mit allen Zahlen aus diesem Beitrag schicken wir auf Anfrage.

Die Übersicht

30 von 30 Tools

Ein Selfie, 15. September 2026. Öffne eine Zeile, um zu sehen, was das Tool verlangt und was es geliefert hat.

Legende

Dieselbe Person
Die Person auf dem Selfie, nach unserem Augenmaß
Andere Person
Eine generierte fremde Person
Nur neuer Hintergrund
Das Originalfoto vor neuem Hintergrund
Abgebrochen
Eine Hürde, die wir nicht genommen haben
Was das Tool vor jedem Bild verlangt hat
Eine Einschränkung des kostenlosen Bildes: ein Wasserzeichen oder eine Datei in geringer Auflösung (720 Pixel oder weniger)

Alle Bildschirme stammen vom 15. September 2026.

Drei Einschränkungen. Wir haben einen einzigen Nachmittag bewertet; morgen kann eine Seite anders aussehen. Die Zeilen ohne kostenlose Stufe haben nichts falsch gemacht, außer für ein Wort zu ranken, das nicht auf sie zutrifft. Und ein Konto ist ein legitimer Preis. Die Übersicht hält fest, ob die Seite diesen Preis nennt, bevor du etwas hochlädst.

Was dieser Test nicht zeigen kann

  • Ein Gesicht ist kein Bias-Test. Jedes Ergebnis hier stammt von einer einzigen synthetischen Frau mit hellbrauner Haut. Nichts in diesem Beitrag misst, wie diese Tools mit dunklerer Haut, älteren Gesichtern oder Brillen umgehen. Dafür bräuchte es Gesichter über die ganze Fitzpatrick-Skala, und das wäre ein anderer Artikel.
  • Ein Nachmittag, eine IP-Adresse, ein Browser. Diese Funnels werden A/B-getestet und unterscheiden sich je nach Land. Die Hürde, auf die du triffst, kann eine andere sein als unsere.
  • Wir haben keine Hürde überwunden. Ob das, was hinter dem Login von BetterPic oder der Warteliste von Aragon wartet, etwas taugt, können wir nicht sagen. Die Übersicht bewertet den Weg zum ersten Bild, nicht das Bild hinter einer Tür, die wir nicht geöffnet haben.
  • Manche Websites erkennen Automatisierung. Drei Durchläufe, die blockiert aussahen, haben wir von Hand wiederholt (Pixelbin, YouCam, HeadshotPro; siehe den Aufbau oben). Bei zwei davon änderte sich das Ergebnis; die Übersicht zeigt den Durchlauf von Hand. Die übrigen 26 automatisierten Durchläufe haben wir nicht von Hand wiederholt.
  • Die Ähnlichkeit haben wir mit bloßem Auge beurteilt. „Dieselbe Person“ und „Andere Person“ sind unsere Einschätzung. Die Bilder stehen im Beitrag, damit du selbst urteilen kannst.
  • Unsere eigene Zeile haben wir von Hand getestet, auf der Live-Seite, mit einer zweiten Aufnahme desselben synthetischen Selfies, von uns ausgewählt und mit demselben Auge bewertet wie die anderen Zeilen.
  • Vier Dinge konnten wir nicht überprüfen: ob der eingefrorene Timer von HeadshotPro oder die Warteliste von Aragon echte Nachfrage abbildet (beides steht so auf der Seite; Belege in die eine oder andere Richtung haben wir nicht); die Wochenpreise von Remini (Angaben Dritter); die Wasserzeichen in den Gratis-Tarifen von Media.io und Fotor (veröffentlichte Tarife, kein Durchlauf); und den Preis von Secta (Testberichte Dritter).

Die Hürden

Jedes Tool, das nicht einfach geliefert hat, hat uns an einer von fünf Stellen gestoppt: an einer Warteschlange, einem E-Mail-Feld, einem Login, einem Fragebogen oder in den Nutzungsbedingungen. Dieser Abschnitt geht sie in dieser Reihenfolge durch, mit einem Screenshot der Hürde, wo er hilft.

Unter jedem Screenshot steht außerdem der Name des Musters aus dem Dark-Patterns-Bericht der US-Handelsbehörde FTC von 2022 und aus Harry Brignulls Taxonomie auf deceptive.design:

  • Erzwungene Handlung. Du musst etwas tun, das mit dem Angebot nichts zu tun hat, um das Angebotene zu bekommen.
  • Versteckte Informationen. Die Bedingung steht auf der Seite, aber nicht dort, wo du hinschaust.
  • Falsche Dringlichkeit. Ein Countdown, der unter Druck setzt, statt zu informieren.
  • Irreführende Behauptung. Die Überschrift sagt das eine, das Tool etwas anderes.

Nichts davon ist auf Porträt-Generatoren beschränkt. Eine ICPEN-Stichprobe von 642 Abo-Websites fand 2024 auf 76 % davon mindestens ein solches Muster.

Die Warteschlange

Warteschlangen-Bildschirm von HeadshotPro: „Fast geschafft! Deine Porträts stehen in der Warteschlange“, ein E-Mail-Feld mit dem Button „Mit E-Mail fortfahren“ und ein Ring-Timer mit noch 14 Minuten und dem Badge „Pausiert“

HeadshotPro. Der Warteschlangen-Bildschirm nach dem Upload: ein 14-Minuten-Timer, der sich nie bewegte, und ein E-Mail-Feld, um ihn zu überspringen.

Dark Pattern:Erzwungene Handlung

Auf der Startseite von HeadshotPro steht „1 kostenloses HD-Porträt · Ohne Anmeldung · Ohne Kreditkarte“, verlangt wird ein Selfie. Nach dem Selfie will das Tool drei Fotos, dann dein Geschlecht, dann kommt eine Übersichtsseite und dann das hier: „Fast geschafft! Deine Porträts stehen in der Warteschlange. Gerade ist die Nachfrage sehr hoch. Erstelle ein kostenloses Konto, um die Warteschlange zu überspringen …“ Neben dem Text zeigt ein Ring-Timer noch 14 Minuten, dazu ein kleines oranges Badge mit der Aufschrift „Pausiert“.

Wir haben 21 Minuten zugesehen. Die ganze Zeit stand da 14. Wir haben neu geladen; es stand 14 da. Nach 35 Minuten war die Zahl verschwunden, und im Ring stand „Sieht aus, als wäre gerade viel los. ☹️ Lade die Seite gleich neu.“ Wir haben neu geladen; derselbe Text. In 35 Minuten hat sich die Zahl nie bewegt. Danach haben wir den Durchlauf in einem normalen Browser von Hand wiederholt, und auch dort bewegte sie sich nicht. Das Einzige auf dem Bildschirm, das Bewegung verspricht, ist das E-Mail-Feld, mit dem man das Konto anlegt.

Upload-Pop-up von Aragon: „Fotos hochladen. Wähle mindestens 6 deiner besten Fotos oder Selfies aus und lade sie hoch“, ein Pflichtfeld für die E-Mail, das hochgeladene Selfie und ein Button „Porträts generieren“

Aragon AI. Nach einem Foto: mindestens sechs Fotos und eine Pflicht-E-Mail.

Dark Pattern:Erzwungene Handlung · Versteckte Informationen

Aragon versteckt denselben Mechanismus in einer Fußnote. Auf der Seite steht „Erstelle KOSTENLOS* professionelle Porträts“. Das Sternchen führt zu einer Warteliste, „die je nach Nachfrage pausiert oder verzögert sein kann“, und die bezahlten Tarife sind der Weg daran vorbei. BetterPic verzichtet auf den Timer und nennt für die kostenlose Warteschlange 60–90 Tage, neben „unter einer Stunde“ für zahlende Kundschaft.

Warum Warteschlangen? Einen Platz in der Schlange zu verkaufen kostet den Anbieter nichts. Dieselbe GPU rendert das Bild in 30 Sekunden, ob sie jetzt läuft oder in 12 Tagen. Bevorzugte Bearbeitung hat keine Herstellungskosten, und genau deshalb verkaufen Softwarefirmen sie.

Das E-Mail-Feld

Zwei Tools wollten nichts außer einer Adresse. Auf der Seite von Dreamwave gibt es ein Upload-Feld, ein Prompt-Feld und ein Pflichtfeld für die E-Mail mit der Beschriftung „Wir schicken dein KI-Fotoshooting an diese Adresse“. Wer ohne Adresse absendet, bekommt eine rote Meldung: „Bitte gib deine E-Mail-Adresse ein.“ Beim „100 % kostenlosen KI-Generator für professionelle Porträts“ von Dr. Headshot sitzt das E-Mail-Feld über der Outfit-Auswahl, und weiter unten nennt eine Tabelle die Bedingungen der Gratis-Stufe: 1 Foto, 720 px, mit Wasserzeichen, nur für private Nutzung. Ein drittes Tool, Aragon, fragt die E-Mail auf dem Weg zu einem Konto und sechs Fotos ab, unter demselben Satz über das Fotoshooting, das an deine Adresse geht.

Eine Adresse kostet beim Besuch nichts und ist das Einzige, was jemand hinterlässt, der nicht kauft. Eine Adresse, die später kauft, ist ein Paket wert, bei HeadshotPro $29. Wir haben nie eine eingegeben und können daher nicht sagen, was diese Firmen damit machen. Eine Trustpilot-Bewertung weiter unten nennt HeadshotPro, das dieses Feld hinter die Warteschlange setzt, einen „E-Mail-Sammler!“. Drei weitere Funnels in diesem Test sind um dasselbe Feld herum gebaut.

Das Konto, vor oder nach dem Upload

14 von 30 Tools wollten ein Konto, bevor sie etwas zeigten. Der Unterschied liegt darin, wann sie fragen.

Seite von BetterPic: die Überschrift „Kostenloser KI-Porträt-Generator für LinkedIn-Fotos in 4K“ über einem Feld, das nur „Mit Google fortfahren“, ein E-Mail-Feld und „Anmelden / Registrieren“ enthält

BetterPic. Das Upload-Feld ist ein Login-Feld.

Dark Pattern:Erzwungene Handlung

BetterPic und Canva fragen zuerst: Der Upload liegt hinter dem Login. Adobe Firefly schickt dich zur Anmeldung, bevor das Tool überhaupt lädt, und Aragon verlangt das Konto zusammen mit der E-Mail-Adresse und den sechs Fotos.

Pop-up von Fotor „Weiter, um KI-Porträts zu generieren“ mit Buttons für Google, Facebook, Apple und E-Mail, angezeigt nach dem Hochladen des Fotos

Fotor. Das Pop-up nach „Generieren“, nach Stilwahl und Upload.

Dark Pattern:Erzwungene Handlung

HeadshotGen, Fotor, Remaker, AI Ease, HeadshotMaster, Cutout.pro, Media.io, YouCam und LockedIn AI fragen zuletzt: Du wählst Stile, lädst hoch, wählst einen Hintergrund, und die Hürde erscheint erst beim Klick auf „Generieren“. Im Titel von HeadshotGen steht „2 kostenlose Porträts · Kein Konto nötig“, auf dem Button „Anmelden und generieren“. Das Pop-up von Remaker sagt „Bitte melde dich zuerst an. Bei der ersten Anmeldung gibt es 30 kostenlose Credits“, und auf dem Button, den du gerade gedrückt hast, stand „Generieren (8 Credits)“. Dreißig Credits reichen also für drei Durchläufe. YouCam bepreist das kleinste Paket mit 30 Credits und bietet dann „kostenlose Credits“ für die Registrierung an, ohne zu sagen, wie viele.

Zuletzt zu fragen funktioniert für den Anbieter besser. Wenn das Pop-up erscheint, hast du schon einen Stil gewählt, ein Gesicht hochgeladen und zwei Minuten investiert. Ein Checkout, der die Lieferadresse abfragt, bevor er den Gesamtpreis zeigt, funktioniert genauso.

Das Tool von NoteGPT mit dem hochgeladenen Selfie, einem ausgegrauten Button „Porträt generieren“, der Zeile „2 kostenlose Bilder täglich, danach 6 Premium-Credits pro Bild“ und darunter dem Seitentitel „Kostenloser KI-Porträt-Generator – schnell, unbegrenzt, ohne Anmeldung“

NoteGPT. „Unbegrenzt“ im Titel, „2 kostenlose Bilder täglich“ im Tool, „Generieren“ gesperrt bis zur Anmeldung.

Dark Pattern:Irreführende Behauptung

Bei zwei der Tools, die zuletzt nach dem Konto fragen, widerspricht das Tool der eigenen Überschrift. Der Titel von NoteGPT lautet „Kostenloser KI-Porträt-Generator – schnell, unbegrenzt, ohne Anmeldung“. Im Tool steht „2 kostenlose Bilder täglich“, und „Generieren“ bleibt ausgegraut, bis du dich anmeldest.

Startseite von LockedIn AI: eine Kopfzeile „Sichere dir für immer 50 % Rabatt – nur für kurze Zeit“ mit laufendem Countdown über der Überschrift „Kostenloser Generator für professionelle Porträts“

LockedIn AI. Ein Countdown für „für immer 50 % Rabatt“ über „Kostenloser Generator für professionelle Porträts“.

Dark Pattern:Falsche Dringlichkeit

LockedIn AI verspricht „Unbegrenzt!“ und „$0“, lässt in der Kopfzeile einen Countdown „Für immer 50 % Rabatt – nur für kurze Zeit“ laufen und setzt nach „Generieren“ ein Registrierungsformular. Wir haben den Seitencode hinter der Uhr gelesen. Ein Enddatum gibt es darin nicht: Jede Sekunde berechnet er neu, wie viel Zeit bis Mitternacht in der Zeitzone des Besuchs bleibt. Wer in Tokio liest, sieht eine andere Uhr als jemand in Toronto, und beide springen jeden Tag um Mitternacht wieder auf 24 Stunden. Das Angebot endet nie. Die Firma verkauft einen KI-Assistenten für Vorstellungsgespräche. Die Porträt-Seite sammelt Registrierungen dafür.

Der Fragebogen

Supawork war eines der sieben Tools, die uns ohne Konto ein Bild gaben. Zwischen Selfie und Bild stellte es allerdings zehn Fragen:

  1. Welches Geschlecht hast du? Männlich, Weiblich, Kind.
  2. Wähle deinen Stil. Studio, Outdoor, LinkedIn, Immobilien, Kanzlei, ERAS …
  3. Wie alt bist du? Altersgruppen.
  4. Welche Haarfarbe hast du? Kastanienbraun, Schwarz, Blond, Braun, Grau, Rot, Weiß, Andere.
  5. Wie lang sind deine Haare?
  6. Welchen Haartyp hast du?
  7. Welchen Körpertyp hast du? Das Selfie zeigt ihn.
  8. Trägst du eine Brille? Auch das zeigt das Selfie.
  9. Welche ethnische Herkunft hast du? Eine Pflichtauswahl.
  10. Welches KI-Modell? Standard, Erweitert.
  • Das Ausgangs-Selfie: eine synthetische Person mit Locken und Sommersprossen, Handyfoto, drinnenDas Selfie

    Ausgangsbild

    Unverändert geschickt, bei beiden Durchläufen

  • Was Supawork, run 2 aus dem Selfie gemacht hatAndere Person

    Supawork, run 2

    600 × 800, ≈ 36 s, kein Wasserzeichen

    Durchlauf 2, jede Antwort an das Selfie angepasst.

  • Was Supawork, run 1 aus dem Selfie gemacht hatAndere Person

    Supawork, run 1

    600 × 800, ≈ 36 s, kein Wasserzeichen

    Durchlauf 1, jede Antwort auf der ersten Option belassen.

Wir haben es zweimal laufen lassen. Beim ersten Durchlauf wählte unser Skript bei jedem Schritt die erste Option, auch „Männlich“, und bekam einen lächelnden Mann mit kastanienbraunen Haaren im weißen Hemd zurück. Teilweise unser Fehler. Also haben wir es noch einmal versucht und jede Antwort an das Selfie angepasst. Heraus kam eine Frau mit glatten dunkelblonden Haaren, heller Haut, ohne Sommersprossen und ohne jede Ähnlichkeit mit dem Ausgangsbild. Zwei Durchläufe, zwei Antwortsätze, zwei fremde Menschen. Nichts, was wir in einem der beiden Ergebnisse erkennen konnten, stammte aus dem Selfie.

Bezahlt wird mit dem Gesicht

Die letzte Hürde steckt in den Nutzungsbedingungen. Wer bei BetterPic die Gratis-Stufe nutzt, gibt der Firma die „Erlaubnis, die Ergebnisse in unserem eigenen Marketing zu verwenden“. Die Bedingungen von Photo AI sichern sich eine „unbefristete, weltweite, nicht exklusive, unterlizenzierbare … unwiderrufliche urheberrechtliche Lizenz“ an den hochgeladenen Bildern und schließen Erstattungen aus. Bei Canva ist die Einstellung für KI-Training in Free- und Pro-Konten standardmäßig aktiviert. FastShot, ein kostenloses Tool aus einer früheren Welle, schrieb in seine Richtlinie, dass „Bilder von Gratis-Konten öffentlich sind, Renderings von Konten mit Abo dagegen privat“.

Manche Anbieter sagen das Gegenteil. Magic Hour nennt eine Speicherdauer von einem Tag und kein Training mit Uploads. Laut Datenschutzerklärung von Aragon ist den KI-Dienstleistern vertraglich untersagt, mit Gesichtsdaten zu trainieren. Remini sagt, Uploads würden nur mit ausdrücklicher Zustimmung fürs Training genutzt. Auf der Gratis-Seite lassen sich die beiden Gruppen nicht unterscheiden, denn dort steht es nicht.

Was die Leute sagen

Trustpilot ist keine repräsentative Stichprobe. Wer sich ärgert, schreibt eine Bewertung; wer zufrieden ist, meistens nicht. Was folgt, sind Einzelfälle, keine Messung: ein paar Bewertungen, die wir ausgewählt haben, weil sie denselben Funnel beschreiben, den wir durchlaufen haben. Hier ist der Gratis-Funnel von Aragon in drei Bewertungen, verteilt über 16 Monate. Öffentliche Bewertungen auf trustpilot.com, gesichert am 15. September 2026.

Trustpilot-Bewertung von Aragon AI durch Andrew Robson, ein Stern, 31. März 2025, Titel „Man muss diesen Lockvogel-Trick einfach lieben“: Ein Google-Treffer verspricht KOSTENLOS, der Ablauf endet an einer Bezahlschranke, und der kostenlose Generator unter „Ressourcen“ kündigt eine Wartezeit von 12 Tagen und 50 Minuten an. Aragon antwortet, die kostenlose Testversion sei jederzeit verfügbar.

Aragon AI, März 2025. 12 Tage und 50 Minuten Wartezeit für die kostenlose Option.

Trustpilot-Bewertung von Aragon AI durch Angus, ein Stern, 13. August 2025, Titel „Höchst irreführendes Verhalten“: Fotos und E-Mail-Adresse abgegeben, erst danach die Wahl zwischen langer Warteliste und sofort bezahlen. Aragon antwortet, wegen der hohen Nachfrage gebe es derzeit eine Warteliste.

Aragon AI, August 2025. Erst Fotos und E-Mail-Adresse, danach die Warteliste.

Trustpilot-Bewertung von Aragon AI durch Gideon Ginger, zwei Sterne, 8. Juli 2026, Titel „15 Tage warten, um die Bilder kostenlos zu bekommen“: sechs Selfies, Registrierung, Erlaubnis zur Nutzung der Bilder, dann 15 Tage Wartezeit, außer ein geworbener Freund bezahlt. Aragon antwortet, man werde das Feedback weitergeben.

Aragon AI, Juli 2026. 15 Tage, oder jemanden werben, der bezahlt.

Die Antworten von Aragon bestätigen den Mechanismus: „aufgrund der hohen Nachfrage gibt es derzeit eine Warteliste“.

In der zweiten Gruppe geht es um das Wort „kostenlos“: zuerst HeadshotPro, dann Magic Studio, früher InstaHeadshots.

Trustpilot-Bewertung von HeadshotPro durch LG, ein Stern, April 2025, Titel „Das ist BETRUG, es ist nicht kostenlos!“: als 100 % kostenlos beworben, nichts daran ist kostenlos, und die Firma meldete den Kommentar als verleumderisch. HeadshotPro antwortet „wir sind definitiv nicht kostenlos“ mit einem Link zur Preisseite.

HeadshotPro, April 2025. „Es wird als 100 % kostenlos beworben.“ Die Antwort: „Wir sind definitiv nicht kostenlos!“

Trustpilot-Bewertung von HeadshotPro durch fancie, ein Stern, 19. Juli 2026: „Das hat mich in eine Endlosschleife geschickt. E-Mail-Sammler!“ HeadshotPro antwortet mit der Bitte um weitere Informationen per E-Mail.

HeadshotPro, Juli 2026. „E-Mail-Sammler!“

Trustpilot-Bewertung von InstaHeadshots durch W. J. Motak, ein Stern, 25. März 2026, Titel „Reine Zeitverschwendung!“: höchst irreführendes Marketing und eine überraschende Bezahlschranke von $74 erst nach dem gesamten Ablauf.

Magic Studio (InstaHeadshots), März 2026. Eine Bezahlschranke von $74 nach dem letzten Schritt.

Trustpilot-Bewertung von InstaHeadshots durch AngryBird, ein Stern, 7. Dezember 2025, Titel „Lockvogelangebot“: Die Porträts sind in Ordnung, aber mit Wasserzeichen zugepflastert, und dann sollen $59 bezahlt werden.

Magic Studio (InstaHeadshots), Dezember 2025. „Mit Wasserzeichen zugepflastert und dann $59 zahlen.“

Eine weitere Bewertung vom Januar 2026 sagt, das Modell könne keine braune Haut darstellen, „genauer gesagt bei asiatischen Menschen“. Hauttöne haben wir nicht getestet. Unser eines Selfie zeigt eine einzige Person; siehe die Einschränkungen oben.

Zu den Modellen, auf denen diese Tools aufbauen, gibt es Forschung. Eine Studie zu Stable Diffusion XL von 2024 ergab, dass die generierten Gesichter im Hautton um 18,9 bis 56 % weniger variierten als echte Fotosammlungen. Ein Paper vom Februar 2026 zeigte, dass die Bildmodelle von Gemini und OpenAI bei mehr als 96 % der Prompts ohne Angabe zum Hautton einen hellen Hautton lieferten. Beide Studien erzeugten Gesichter nur aus Text, ohne Referenzfoto. Ein Porträt-Tool hat dein Selfie als Referenz, das hatten diese Studien nicht. Die Frage ist damit also nicht beantwortet.

Warum die Hürde dort steht, wo sie steht

Ein kostenloser KI-Porträt-Generator ist ein Kanal zur Kundengewinnung. Die Seite rankt für „free“, jemand lädt ein Selfie hoch, und der Anbieter entscheidet, was aus diesem Besuch werden soll.

Mit den Kosten für das Bild hat das nichts zu tun. Wir haben in einem früheren Beitrag argumentiert, dass der teure Schritt weggefallen ist, nämlich das Training eines kleinen Modells auf den Fotos jeder einzelnen Person: Aktuelle Modelle halten eine Ähnlichkeit aus einem oder wenigen Referenzfotos in einem einzigen Durchgang, und die vier Tools, die dieselbe Person zurückgaben, unseres eingeschlossen, schafften das aus einem Selfie in 7 bis 45 Sekunden. Ein kostenloses Porträt ist ein einziger Modellaufruf. Zu Listenpreisen vom September 2026 sind das $0.003 mit FLUX schnell, einem kleinen offenen Modell, bei fal.ai oder Replicate, und $0.039 mit Nano Banana, also Googles Gemini 2.5 Flash Image, zum API-Listenpreis. Die Modellauswahl von Pixelbin zeigt diesen Namen an, die Asset-Pfade von HeadshotPro ebenfalls. Im Listenpreis fehlen fehlgeschlagene Durchläufe, Wiederholungen, Moderation, Speicher und Bandbreite, die echte Zahl liegt also höher. Es bleiben trotzdem Centbeträge.

Die Hürde ist also der Preis, den der Anbieter auf den Besuch setzt, und die Übersicht zeigt drei solche Preise:

  • Nichts. Magic Hour, VisualGPT, Pixelbin und unser eigenes Tool rendern das Bild und setzen darauf, dass ein Teil derer, denen es gefällt, für das bezahlte Paket wiederkommt. Das kostenlose Ergebnis ist das Verkaufsargument. Die Grenze ist ein Kontingent: drei pro Tag, drei pro Monat, eines pro Tag.
  • Eine E-Mail-Adresse oder ein Konto. Vierzehn Tools nahmen die Daten auf, bevor sie irgendetwas zeigten, zwei davon nur eine E-Mail-Adresse. Das Produkt ist hier nicht das Bild, sondern die Adresse. Sie öffnet einen Verkaufskanal, der den Besuch überdauert.
  • Der Lockvogel. Eine Warteschlange, die sich nie bewegt, „Unbegrenzt“ über einem Limit von zwei Bildern pro Tag, ein Countdown ins Nichts und sechs Seiten, die für „free“ ranken und keinen kostenlosen Durchlauf haben. Das kostenlose Bild sollte nie ankommen. Die Seite ist dazu da, die Suche abzufangen und zum Checkout umzuleiten.

Daraus folgen zwei Dinge. Da das Bild fast nichts kostet, geht es bei der Gratis-Stufe nie um die Kosten des Bildes. Es geht darum, was das Bild darf: niedrig aufgelöst sein, ein Wasserzeichen tragen, verspätet kommen, per E-Mail kommen oder gut genug sein, um zu überzeugen. Jede Hürde in der Übersicht ist eine Entscheidung darüber.

Derselbe Kanal läuft auch schon vor den Tools. Von den zehn Seiten, die zum Zeitpunkt unserer Suche für „free AI headshot generator“ rankten, waren vier Blogs von Anbietern, und vier enthielten Affiliate-Links.

Die Ergebnisse

Sieben Tools lieferten ein Bild ohne Konto und ohne E-Mail. Hier sind alle, neben dem Ausgangsbild, in derselben Größe.

  • Das Ausgangs-Selfie: eine synthetische Person mit Locken und Sommersprossen, Handyfoto, drinnenDas Selfie

    Ausgangsbild

    Eine synthetische Person, ein Handy-Selfie

    Unverändert an jedes Tool geschickt.

  • Was Magic Hour aus dem Selfie gemacht hatDieselbe Person

    Magic Hour

    1024 × 1024, ≈ 7 s, kein Wasserzeichen

    Kein Konto. Locken und Sommersprossen erhalten. 3 pro Tag.

  • Was VisualGPT aus dem Selfie gemacht hatDieselbe Person

    VisualGPT

    1024 × 1024, ≈ 45 s, kein Wasserzeichen

    Kein Konto. Standardmäßig Ganzkörper; Anmeldung zum Speichern.

  • Was Close Enough aus dem Selfie gemacht hatDieselbe Person

    Close Enough (diese Seite)

    1024 × 1024, ≈ 12 s, kein Wasserzeichen

    Eines pro Tag. Von Hand getestet, mit einer zweiten Aufnahme desselben Selfies.

  • Was Pixelbin aus dem Selfie gemacht hatDieselbe Person

    Pixelbin

    1024 × 1024, ≈ 40 s, kein Wasserzeichen

    Von Hand getestet. Drei pro Monat; die Version mit 4096 Pixeln kostet Geld.

  • Was Supawork, run 2 aus dem Selfie gemacht hatAndere Person

    Supawork, run 2

    600 × 800, ≈ 36 s, kein Wasserzeichen

    Fragebogen passend zum Selfie ausgefüllt. Eine andere Frau.

  • Was Supawork, run 1 aus dem Selfie gemacht hatAndere Person

    Supawork, run 1

    600 × 800, ≈ 36 s, kein Wasserzeichen

    Fragebogen auf den Standardwerten. Das Selfie wurde komplett ignoriert.

  • Was Magic Studio aus dem Selfie gemacht hatNur neuer Hintergrund

    Magic Studio

    512 × 512, „in 3 Sekunden“

    Das Selfie, freigestellt und in einen Bahnhof montiert. Nicht generiert.

  • Was AiProPortrait aus dem Selfie gemacht hatNur neuer Hintergrund

    AiProPortrait

    1200 × 1200, sofort, im Browser

    Hintergrund entfernt und neu eingefärbt. Die Seite sagt das selbst.

Die übrigen 23 Tools lieferten nichts: 17 endeten an einer Hürde, die wir nicht genommen haben, 6 boten keinen kostenlosen Durchlauf.

Magic Hour, VisualGPT, Pixelbin und unser eigener Generator gaben nach unserem Augenmaß die Person auf dem Selfie zurück: Locken, Sommersprossen, Hautton, Gesichtsform. Blazer und Büro sind erfunden, dafür ist das Tool da. Alle vier glätteten die Haut. VisualGPT setzte standardmäßig einen kompletten Anzug mit Krawatte ein. Das ist eine Stilentscheidung, kein Problem der Ähnlichkeit.

Das passt dazu, wie die Modelle funktionieren. Die Tools, die das Gesicht erhielten, taten es aus einem Selfie, in Sekunden, ohne Training für jede einzelne Person. Genau das können aktuelle Bildmodelle, und deshalb finden wir, dass ein KI-Porträt etwa neun Euro kosten sollte. Was eine Gratis-Stufe von einer bezahlten unterscheidet, sind die Größe des Modells und die Zahl der Referenzfotos, nicht eine andere Art von Pipeline. Kleinere Modelle behalten die groben Merkmale und glätten die feinen. Deshalb bleiben die Sommersprossen erhalten und die Hautstruktur nicht.

Manche Anbieter schreiben das selbst auf ihre Seiten:

  • Dr. Headshot: „kann womöglich nicht mit der fotorealistischen Qualität unseres Premium-KI-Dienstes mithalten“.
  • Aragon: Der kostenlose Generator „bietet nicht denselben fotorealistischen Studio-Look wie unser professioneller KI-Porträt-Generator“.

Das ist fair, solange es dasteht.

Unser eigenes Tool

Wir haben unseren Generator genauso getestet wie die anderen 29; seine Zeile steht in der Übersicht oben. Hier ist er, damit du ihn mit deinem eigenen Selfie ausprobieren und das Ergebnis selbst beurteilen kannst.

Unser kostenloser Generator

Dasselbe Tool wie auf seiner eigenen Seite, live. Worauf du dich einlässt, bevor du ein Foto hochlädst:

  • Ein Porträt pro Tag, aus einem Selfie
  • Unser Basismodell, nicht das aus dem bezahlten Paket
  • Kein Konto, keine E-Mail, keine Kreditkarte
  • Bis zu 1K, kein Wasserzeichen, überall nutzbar
  • Selfie und Ergebnis werden nach 30 Tagen gelöscht, nie fürs Training genutzt
  • Danach zeigen wir dir das Paket für $6.99. So finanziert sich das Ganze

FAQ

Welche kostenlosen KI-Porträt-Generatoren funktionieren ohne Anmeldung?

In diesem Test vier: Magic Hour (drei pro Tag, etwa sieben Sekunden, 1024 Pixel, kein Wasserzeichen), VisualGPT (etwa 45 Sekunden, 1024 Pixel, Anmeldung nur zum Speichern), Pixelbin (drei pro Monat, etwa 40 Sekunden, 1024 Pixel, kein Wasserzeichen; die Version mit 4096 Pixeln kostet Geld) und unser eigenes Close Enough (eines pro Tag, etwa 12 Sekunden, 1024 Pixel, kein Wasserzeichen). Alle vier behielten das Gesicht bei. Supawork liefert ebenfalls ohne Konto, aber nicht dieselbe Person.

Setzen kostenlose Tools ein Wasserzeichen auf das Ergebnis?

Manche. Dr. Headshot nennt für die Gratis-Stufe ein Wasserzeichen und 720 Pixel. Media.io und Fotor führen in ihren Gratis-Tarifen Exporte mit Wasserzeichen auf. HeadshotGen nennt das kostenlose Ergebnis eine Vorschau in geringerer Auflösung. Magic Hour, VisualGPT, Pixelbin, Supawork und unser Tool setzen kein Wasserzeichen.

Kann ich ein kostenloses KI-Porträt auf LinkedIn verwenden?

Wenn es nach dir aussieht, ja. Die Richtlinie von LinkedIn verlangt, dass das Foto dein Abbild zeigt, nicht, dass es mit einer Kamera aufgenommen wurde. Ist darauf eine fremde Person im Anzug zu sehen, dann nein, und das nicht wegen der Richtlinie.

Wussten die Tools, dass sie getestet werden?

Wir haben keinen Anbieter kontaktiert und nirgends etwas eingegeben. Die Durchläufe liefen automatisiert, was manche Websites erkennen. Der Aufbau und die Einschränkungen oben sagen, welche Zeilen davon betroffen sein könnten.